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Franziska Badertscher
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Sonntag, 5. November, 17.00 Uhr auf Einladung
Freitag, 10. November, 19.30 Uhr auf Anmeldung


Die sieben Bundesrätinnen 
Singspiel-Monolog für eine singende Flötistin und einen Pianisten

Alberigo Tuccillo (Text),
David Wohnlich (Musik)
Franziska Badertscher, Flöte und Stimme
Eduardo Vallejo, Klavier

Wenn Alberigo schreibt
Als Komponist saß ich zunächst etwas verwirrt über den Gedichten «Die sieben Bundesrätinnen» – was sollte ich diesen Versen denn noch beifügen?
Andere Texte von Alberigo waren leicht zu komponieren – beim Oratorium «Judas Ischarioth» zum Beispiel war die musikalische Form bedacht, vieles «rechnete» mit Musik, die schrieb sich dann wie von selbst, es war fast so, als füllte ich Formulare aus. Hier war das anders. Die Gedichte erschienen mir so reich und dicht, Ge-Dichte eben, dass mir nicht ganz klar war, warum sie überhaupt Musik brauchen. Sie sind ja bereits Musik.
Dann merkte ich: Ich kann einfach Anteil nehmen an Alberigos menschlicher Wärme. Ich darf meine kleinen Listen und Kapriolen einstreuen, etwa so, wie der Hofnarr dem König manchmal den Spiegel vorhält. Manchmal sogar etwas boshaft, aber nie bösartig. Den Spiegel halte ich nicht den Bundesrätinnen vor, sondern den Gedichten. Ich habe sie mir zu eigen gemacht. Und irgendwann fiel mir ein: Eigentlich sind Franziska, Eduardo, Alberigo und ich in diesem Werk eine Kollegialbehörde – wie der Bundesrat.
Es war eine wunderbare Aufgabe, diesen Liederzyklus zu komponieren. In seinem «Singspiel-Monolog» kommentiert Alberigo seine Gedichte nicht, eine Erklärung braucht seine Kunst nicht, meine auch nicht. Der Monolog ist, obwohl er eine geschickte Verbindung zu den Bundesrätinnen aufscheinen lässt, ein Werk für sich, ein Einblick in die Werkstatt des Künstlers, der allem – sogar dem eigenen Werk – verschiedene Aspekte abgewinnt – dies auf einem Weg, der zwar in verrückten Windungen verläuft, aber gerade deshalb kein Umweg ist. Ähnliches habe ich mit meiner Musik getan. So etwas ist immer Herausforderung und Vergnügen – vor allem, wenn Alberigo schreibt.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
Flyer downloaden (PDF)

Um Anmeldung wird gebeten auf:
info@franziskabadertscher.ch
oder: Tel. 079 348 88 89
Sonntag, 24. September 2017, 18.00 Uhr
Atelierkonzert 41

«A Cyclists' Holiday»
Werke von John Frith, Daniel Dorff, und Samuel Zyman

Caterina Nüesch-Corvini, Flöte
Franziska Badertscher, Flöte
Anne de Dadelsen, Klavier
Ingo Balzer, Englischhorn

Was auf Velotouren nicht alles geschehen kann! Franziska und Claude lernten im Herefordshire den Komponisten John Frith kennen, und natürlich erkannte Frith bald den Charme des Flöten- bzw. Piccolospiels der beiden. So schrieb er ein Duett für sie, das ist es, was ein Komponist tut, wenn er von Menschen, die dazu noch Musiker sind, begeistert ist.
Das Resultat ist bezeichnenderweise «A Cyclists’ Holiday», in dem nun, fast programmatisch, die Freuden und Mühen einer Fahrradtour zu erleben sind. Man beginnt die Tour munter, hat unterwegs dann einiges zu bewältigen – velotechnisch, aber auch als Paar, das sich auf dem Tandem nicht immer ganz einig sein kann, sich aber in der heiteren Schlußabfahrt wieder trefflich findet.
Doch bis wir das Velo satteln können, werden wir eingestimmt: Mit den munteren, lustig aufblubbernden Luftblasen der Salme in Daniel Dorffs «Salmon Lake», mit der elegischen Weite von «Sweet Borderland», einer ruhigen Hommage an das Grenzland zwischen dem Herefordshire und Wales, das Frith wie auch sein geliebter älterer Kollege Edward Elgar oft mit dem Fahrrad erforschten, leider nicht gemeinsam, da schoben die neunzig Jahre Altersunterschied einen Riegel vor. «Soliloquy» (eigentlich «ein Selbstgespräch») ist natürlich keines, denn Frith spricht hier zu Franziska – und fordert ihr auch gleich einiges an Antworten ab.
Die «Three Cameos for Cor Anglais» erinnern in ihrer gelösten Melancholie an das süße Grenzland: Sehr gesanglich, zuweilen verspielt, meist besinnlich. «Cameo» bedeutet, daß der Urheber selbst im Werk kurz in Erscheinung tritt, wie zum Beispiel Hitchcock in all seinen Filmen. Dieses schöne Stück läßt, wie jedes gute Stück, den Komponisten durchwegs spüren; der Titel ist also erklärungsbedürftig. Wir können John ja fragen, er wird kommen und das Konzert mit uns erleben.
Schließlich werden wir mit Samuel Zymans Sonate auf die Achterbahn mitgenommen. Dieses Stück mit den verrückten Ecksätzen und dem Mittelsatz – der einer bedrückenden Meinungsverschiedenheit mit schließlicher Versöhnung gleicht – ist der beste, aber wohl auch schwierigste Ratschlag an alle, die gemeinsam zu einer Fahrradtour aufbrechen – es kann ganz schön turbulent und anstrengend sein, aber am Ende ist es einfach nur schön. Und kann gipfeln in immerhin drei Uraufführungen – «A Cyclists’ Holiday», «Soliloqui» und die «Three Cameos» sind in diesem Konzert das allererste Mal zu hören.
Für eine Wiederholung des Hörerlebnisses wird man dann wohl ins Herefordshire fahren müssen – am besten mit dem Velo. Den Komponisten würde das freuen – nicht wahr, John?

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Sonntag, 11. Juni 2017, 18.00 Uhr
Atelierkonzert 40

«Soir sur la Plaine»
Werke von J. F. Zbinden, D. Wohnlich, W. Wehrli,
Ph. Gaubert, O. Taktakishvili

Franziska Badertscher, Flöte
Anne de Dadelsen, Klavier

Ebenen können täuschen
Es gibt nur wenige «topfebene» Ebenen. Die meisten Ebenen täuschen, haben kleine Stolperschwellen, manchmal sumpfige Zonen. Ganz einfach überschaubar sind sie auch selten, oft wächst hohes Steppengras, das die Sicht behindert, aber auch belebt.
Dass Philippe Gaubert die Ebene in «Soir sur la plaine» besingt, hat denn auch mehr mit Weite als mit freier Sicht zu tun, und das gilt wohl für alle Werke, die hier gespielt werden.
Zbindens «Sonatine» ist ein köstliches Stück, es hat einen heiteren, abgeklärt humorvollen Unterton und sprudelt im Ansturm der Einfälle, die diesem Komponisten in unbegrenzter Zahl zur Verfügung zu stehen scheinen, munter dahin.
Wehrlis «Suite» steht in ähnlicher Tradition, will sich auch nicht ganz von den herrlichen Möglichkeiten der (zu dieser Zeit eigentlich, wie manche irren, «überwundenen») Dur-moll-Tonalität verabschieden, sucht Tiefe, erfreut uns aber mit ihrer frischen Klarheit.
Mein «Jonas» nimmt Bezug auf Textstellen in Jean-Paul de Dadelsens Gedichtepos «Jonas»; die Satztitel sind Zitate aus diesem Text. Die Ecksätze sind springlebendig wie Wehrli (ohne für mich in Anspruch nehmen zu wollen, ich könne ihm auch nur das Wasser reichen), die beiden Mittelsätze sind sehr konzentriert, «eintönig», fordern den Musikerinnen höchste Konzentration ab und dem Publikum etwas Geduld.
Gauberts «Oriental» spielt dann wieder mit Bildern – mit seiner Vorstellung des «Orientalischen», das gültig zu beschreiben wohl unmöglich ist – aber es ist ja nicht verboten, mit Schablonen zu spielen; Schlager machen das auch.
Taktakishvilis «Sonata» lässt unverkennbar Einflüsse der Musik seiner Heimat Georgien hören. Manchmal wirkt sie wuchtig gezimmert, manchmal melancholisch versonnen. Eigentlich ist diese «Sonata» auf ihre Art auch eine «Orientale», allerdings mit etlichen sperrigen Hindernissen, die uns erneut erkennen lassen, dass es eigentliche Ebenen vielleicht in der Geometrie geben kann, aber nicht in der Natur – und nicht in der Musik.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Donnerstag, 8. Juni 2017, 19.00 Uhr
«Soir sur la Plaine»
Werke von J. F. Zbinden, D. Wohnlich, W. Wehrli,
Ph. Gaubert, O. Taktakishvili

Franziska Badertscher, Flöte
Anne de Dadelsen, Klavier

Ebenen können täuschen
Es gibt nur wenige «topfebene» Ebenen. Die meisten Ebenen täuschen, haben kleine Stolperschwellen, manchmal sumpfige Zonen. Ganz einfach überschaubar sind sie auch selten, oft wächst hohes Steppengras, das die Sicht behindert, aber auch belebt.
Dass Philippe Gaubert die Ebene in «Soir sur la plaine» besingt, hat denn auch mehr mit Weite als mit freier Sicht zu tun, und das gilt wohl für alle Werke, die hier gespielt werden.
Zbindens «Sonatine» ist ein köstliches Stück, es hat einen heiteren, abgeklärt humorvollen Unterton und sprudelt im Ansturm der Einfälle, die diesem Komponisten in unbegrenzter Zahl zur Verfügung zu stehen scheinen, munter dahin.
Wehrlis «Suite» steht in ähnlicher Tradition, will sich auch nicht ganz von den herrlichen Möglichkeiten der (zu dieser Zeit eigentlich, wie manche irren, «überwundenen») Dur-moll-Tonalität verabschieden, sucht Tiefe, erfreut uns aber mit ihrer frischen Klarheit.
Mein «Jonas» nimmt Bezug auf Textstellen in Jean-Paul de Dadelsens Gedichtepos «Jonas»; die Satztitel sind Zitate aus diesem Text. Die Ecksätze sind springlebendig wie Wehrli (ohne für mich in Anspruch nehmen zu wollen, ich könne ihm auch nur das Wasser reichen), die beiden Mittelsätze sind sehr konzentriert, «eintönig», fordern den Musikerinnen höchste Konzentration ab und dem Publikum etwas Geduld.
Gauberts «Oriental» spielt dann wieder mit Bildern – mit seiner Vorstellung des «Orientalischen», das gültig zu beschreiben wohl unmöglich ist – aber es ist ja nicht verboten, mit Schablonen zu spielen; Schlager machen das auch.
Taktakishvilis «Sonata» lässt unverkennbar Einflüsse der Musik seiner Heimat Georgien hören. Manchmal wirkt sie wuchtig gezimmert, manchmal melancholisch versonnen. Eigentlich ist diese «Sonata» auf ihre Art auch eine «Orientale», allerdings mit etlichen sperrigen Hindernissen, die uns erneut erkennen lassen, dass es eigentliche Ebenen vielleicht in der Geometrie geben kann, aber nicht in der Natur – und nicht in der Musik.

Ort:
Musik Hug, Binningerstrasse 152, Allschwil
Anfahrt: Tram Nr. 8 Endstation «Neuweilerstrasse»
Bus Nr. 38 Endstation, Bus Nr. 61

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Sonntag, 21. Mai 2017, 18.00 Uhr
Atelierkonzert 39

«Escaping The Blues»
Werke von J. Ibert, M. Arnold, M. Dring, J. Carmichael, M. del Aguila


Franziska Badertscher, Flöte
Ingo Balzer, Oboe
Giovanni Fornasini, Klavier

Ins volle Menschenleben
«Greift nur hinein ins volle Menschenleben! Ein jeder lebt’s, nicht vielen ist’s bekannt, und wo ihr’s packt, ist’s interessant», so kommentierte Goethes «Lustige Person» im Faust-Prolog das heutige Konzert.
Scheinbar – aber wirklich nur scheinbar! – düsterer fügte der Philosoph Emil Cioran hinzu, schreiben sei aufgeschobener Suizid. Da haben wir’s – Escaping the Blues.
Blues ist eine Grundbefindlichkeit. Manche wollen dem Blues gar nicht entrinnen, andere üben sich in antidepressiven Techniken. Nicht nötig – komponieren, musizieren, zuhören – das reicht. Wer würde Goethes Lustiger Person nicht beipflichten beim Hören von Madeleine Drings Musik, die geschrieben ist, als hätte die englische Komponistin Champagner in der Feder gehabt! Springlebendig, ansteckend lebenslustig, dabei niemals «semplice» – mag das Andante dies noch so sehr von sich behaupten.
Auch Jacques Ibert ist dem Blues entkommen. Nicht ganz so frech wie Dring, eher gentlemanlike galant, dennoch immer mit ironischem Augenzwinkern führt uns der versierte Charmeur durch die Höhen und Tiefen des Lebens (erinnern wir uns: Wo wir es packen, ist es interessant).
Miguel del Aguila tut genau dies. Was ist schon Tango, was ist Fado, was ist Verführung? Reicht die senkrechte Stirnfalte der Sängerin zu dramatisch gesenkten Lidern? Verführung muss anders gehen. Verführung
– die «Seduction Dance» im Titel anspricht und in der Musik einlöst – muss komplex sein, nicht auf tradierte Umgangsformen begrenzt, muss ergreifen, packen. All dies tut dieser aberwitzige Tanz eines Komponisten, der den Blues kennt, aber ihm auch mit Leichtigkeit zu entkommen weiss.
Über ihn liesse sich dasselbe sagen, das Ennio Morricone einmal im Unterricht über John Carmichael gesagt hat (zu uns damaligen Studentinnen und Studenten): «Wagner hätte zu Carmichael ins Fitness-Training gehen sollen. Der hat ja bei den sanftesten Hügeln und den Tälern bereits langatmig gekeucht, während Carmichael leichthin Gipfel erklimmt und in Schluchten stürzt.» Wenn wir, so er weiter im Unterricht, die Vereinbarkeit von Tiefe und Leichtigkeit lernen wollten, sollten wir Carmichael studieren. Voilà, hier ist die Gelegenheit dazu. Und dann Malcolm Arnold, der auch in seiner Kammermusik seinen Hang zur breiten Sinfonik nicht bremsen mag. Wie ein Zauberkünstler aus dem Zylinder zaubert Arnold in seiner «Suite Bourgeoise» Versatzstücke bürgerlicher Musiktradition aus dem Hut, und ich bin sicher, dass er sich im Musikerhimmel köstlich darüber amüsiert, wie sehr uns das verblüft. Blues? War gestern. Hinausgehen, die Musik dieses Konzertes im Herzen, das volle Menschenleben. Der Sommer mag beginnen.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Freitag, 31. März 2017, 19.30 Uhr

Im Einklang und Ausklang
«Wenn Augenblicke für später nichts versprechen, halten sie ewig.» A.T.


Franziska Badertscher, Flöte
Sebastián Rozo, Euphonium
Margrit Schenker, Akkordeon
Alberigo Tuccillo, Poesie 

Kollekte zur Unterstützung der Musikschule von La Calera in Kolumbien

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
Sonntag, 26. März 2017, 18.00 Uhr
Atelierkonzert 38

Charles Koechlin «Surtout un esprit de liberté»


Musique de chambre variée autour de la clarinette et de la flûte

CATERINA NÜESCH-CORVINI, FLÖTE
FRANZISKA BADERTSCHER, FLÖTE
MARTIN FREY, KLARINETTE
CARLOS TARANCÓN, FAGOTT
GIOVANNI FORNASINI, KLAVIER

Aufbruch in die Moderne
Jahrhundertelang galt es für Komponistinnen und Komponisten gleichsam als Naturgesetz, sich an der Dur-moll-Tonalität zu orientieren. Das bedeutet: Es gibt einen Grundton, zu diesem verhalten sich die weiteren Töne der Tonleiter in unterschiedlichen Spannungsverhältnissen. Dieses Prinzip hat bereits Pythagoras erforscht und beschrieben.
Aber Komponistinnen und Komponisten sind sehr freche Gesellen: Spätestens gegen Ende des 19. Jahrhunderts dehnten sie die Möglichkeit, munter Tonarten durcheinander zu werfen, bis an die Grenze des traditionellen Tonsystems aus. Als musikalisches Symbol des «weiter geht’s nicht mehr» gilt Wagners «Tristan-Akkord». Der Bann war gebrochen.
Doch was tun?
Koechlin versuchte vieles. Als Schüler von Jules Massenet war er geprägt von der französischen Tradition, die nicht so streng wie die deutsch-österreichische bis hin zur radikalen Verweigerung jedes «Wohlklangs» («Dissonanz») führte, sondern spielerisch mit den neuen Freiheiten umging.
In der «Sonatine modale», fünf fast skizzenhaft kurzen, prägnanten Sätzen, griff er auf die «Kirchentonarten» zurück und würfelte sie spielerisch durcheinander. In der «Sonate pour clarinette et piano» ließ er sich vom Impressionismus inspirieren, auffällig die «Lichttropfen» im Adagio des 3. Satzes. – Das «Divertissement» ist einfach ein eher ruhiges Unterhaltungsstück, das mich oft an drei Freundinnen erinnert, die in einer Bar miteinander plaudern über Dinge, die mich als Mann nicht zu interessieren haben.
In der «Sonate pour flûte et piano» hören wir ein meditatives Adagio, eine ruhig fließende «Sicilienne» und eine in ein springlebendiges Scherzo mündendes Finale. Ruhiger sind dann wieder die «Sonate pour flûte, basson et piano». Das Trio schließlich zeigt die heitere Auseinandersetzung mit der musikalischen Vergangenheit, vor allem der dritte Satz, der wie ein Versuch wirkt, auf barocke Kontrapunktik zurückzugreifen und sie den «modernen» Mitteln zu erschließen. Dies ist ein mutiges Konzert, das, wie unter einer Lupe, die Auseinandersetzung eines Komponisten mit den Mitteln der Moderne auf einem soliden traditionellen Fundament hören läßt. Ein spannendes Konzert, dessen Grundierung des Aufbruchs in eine neue Zeit an die ähnlichen Gegebenheiten heute – mit den großen Herausforderung von Digitalisierung, sozialen Medien, Migration erinnert. Die Inhalte sind andere als damals; die Risiken und Chancen sind aber durchaus vergleichbar.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Montag, 6. März 2017, 18.00 Uhr

Nur für Fasnachtsfäns:


S'Konzärtli vo de Reservierte isch am Mäntig am
säxi zoobe im Yigang vom Stadthuus, im Stadthuuscafé, Stadthuusgass 13
Sonntag, 29. Januar 2017, 17.00Uhr
Atelierkonzert 37

«Paris–Basel–Ankara»
Louise Farrenc, Hans Huber, Fazil Say


Bläserquintett gli staccati:
FRANZISKA BADERTSCHER, FLÖTE
INGO BALZER, OBOE
MARTIN FREY, KLARINETTE
HANSPETER LIEBERHERR, HORN
JOHANNES JÖHRI, FAGOTT

Giovanni Fornasini, Klavier

Werke von Louise Farrenc, Fazil Say und Hans Huber
Bläserquintett und Klavier – das ist ein willkommenes Tummelfeld für Komponistinnen und Komponisten, denn eigentlich ist es ein Orchester. Ein reduziertes Orchester – man muß beim Komponieren sehr präzise sein. Das Sextett bietet zwar viele Farben und Möglichkeiten an, verzeiht aber, anders als das füllige Orchester, keine Nachläßigkeiten.
Dessen waren sich die Komponistin und Komponisten, die in diesem Konzert zu hören sind, bewußt; entsprechend farbenfroh und einfallsreich, zuweilen geradezu kapriziös geriet ihnen ihre Musik. Louise Farrenc bleibt in der Tradition ihres berühmten Kompositionslehrers Anton Reicha, der seinerseits mit Beethoven im Orchester gespielt hatte – die damalige Modernität entwarf sie auf ihre ganz eigene Weise. Nicht mit einer Neuentwicklung des «musikalischen
Materials», sondern mit frischen, aufmüpfigen Ideen. Das Adagio scheint ihr gar nicht so sehr zu liegen, stets blitzt ein herrlicher weiblicher Schalk durch. Die Musik einer schönen, selbstbewußten Frau, die sich in einer männerbestimmten Komponistenszene leichtfüßig behauptete.
Fazil Say ist ein schwieriger Zeitgenosse. In seiner vertrackten Rhythmik schwer zu spielen, in seinem Denken für die türkischen Behörden schwer zu fassen. Schnell glaubte man diesem humorvollen, tiefsinnigen Mann Gotteslästerung vorwerfen zu können – einem der beredtesten Botschafter der alevitischen Kultur. Das Quintett dieses Künstlers, der ein hervorragender Pianist ist und der auch im Jazz und in der Improvisation begeistert, ist keine «Ethno-Musik». Es ist einfach gute Musik.
Hans Huber muß man in Basel kaum vorstellen. Würdig steht seine Büste im Treppenaufgang des Stadtcasinos, ein Saal in demselben ist nach ihm benannt. Doch kennt man ihn dadurch schon? Sie werden sich wohl entgeistert die Ohren reiben, falls Sie nur aus der Schwere der Würdigung eine Vorstellung entwickelt hatten. Das ist springlebendige, erfrischende, energische Musik – in den Allegro-Sätzen gern mit lyrischen Untertönen, in den Adagio-Sätzen frech mit munteren Einsprengseln. Der letzte Satz wagt sich sogar listig in die Gefilde flotter Tanzmusik vor, deren Gesten fröhlich zitiert werden, liebevoll und kritisch zugleich.
Das Sextett ist ein kleines Orchester. Dieses Konzert beweist es – wir hören es jubeln, tanzen, spielen, manchmal sogar ein bißchen herumalbern. Und beim Hinausgehen denken wir: Also – eigentlich war das ein Orchester.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Sonntag, 20. November 2016, 17.00 Uhr
Atelierkonzert 36

«Wiesenluder und Sadistel»: Pflanzen sind auch nur Menschen und Unkräuter sind immer die Anderen!


Humanbestialisches Herbarium für 30 Bilder, eine Soloflöte, ein Metronom und einen Sprecher

Spiesserkohl und Neidekraut – oder die Erfindung der Kunst
Was Kunst sei, kann niemand so richtig sagen – das liegt in ihrer Natur. Das ist es ja eben. Kunst ist, basta. Wenn man sie definieren könnte, wäre sie keine mehr.
Man kann aber sagen, daß sie oft in der Natur erfunden wurde. Sonnenblumen kann man auch nicht fassen. Der Biologe versucht sie auf ihre Weise zu «objektivieren», van Gogh auf die seine. Beide Versuche erweitern unsere Weltsicht, laden uns ein in ein unermesslich weites, immer wieder beseelendes Universum.
Oskar Weiss erfindet Blumen. Natürlich hat er genau hingesehen, und er hat nachgedacht. Blumen gehen uns im Grunde gar nichts an; der verkannte Dichter Paul Meidinger schrieb: «Was gehen mich die Kelche an, / rote, blaue, gelbe, weiße – / daß mich ihr Duft betören kann? / Imitat von Bienenscheiße?» Nun, das ist etwas derb, aber wahr. Wir neigen dazu, alle Natur aus menschlicher Perspektive zu sehen, zu «vermenschlichen». Ein «stolzer Baum», die «Trauerweide», das «Männertreu». Eine Pudeldame heißt «Ophelia», eine Katze heißt «Blacky», ein Kanarienvogel «Hansi».
Das alles macht Oskar Weiss sich zunutze, daraus – und aus dem diskreten Charme einer Naturdarstellung in Wort und Bild erfindet er seine Blumen und seine feinsinnigen Kommentare dazu. Was kann man zu soviel Erfindung sagen? Nun, man kann mit künstlerischer Energie darauf antworten. In jenem liebevoll-ironischen Tiefsinn, wie ihn uns Hans Hollmann in vergangenen Atelier-Konzerten bereits mit den Abenden zu Karl Kraus’ «Die letzten Tage der Menschheit» und den Mozartbriefen aufgetan hat. Und mit musikalischer Improvisation, die spontan auf die Charakteristik der dargestellten Charaktere antwortet. Darin ist Franziska Badertscher eine Meisterin. Erwarten Sie keine «Kommentare», keine Illustrationen – Oskar Weiss’ Bilder sind ja auch keine Illustrationen, mögen sie noch so listig so tun, als seien sie’s. Erwarten Sie künstlerisches Wetteifern, ein Spiel auf den verschiedenen Ebenen, die sich bei Oskar Weiss’ Kunst anbieten. Kann man dies alles noch in die Bezeichnung «Konzert» fassen? Nun, das Wort «Konzert» kommt von «concertare», was soviel wie «wetteifern» bedeutet.
Was Kunst sei, kann niemand sagen, das liegt in ihrer Natur. Aber es wird klar, daß ein Vergnügen, wie es dieses Konzert bereitet, nur in der Kunst zu bereiten ist.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Sonntag, 13. November 2016, 11.00 Uhr
Buchbasel, Kinderbuchfestival
«Das vergessliche Eichhörnchen»

Susanne Timbers erzählt ihre Kindergeschichte zusammen mit der «talking flute» von Franziska Badertscher.

Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Dienstag, 27. September 2016, 20.00 Uhr
Società Dante Alighieri

Concerto con il Trio:
Franziska Badertscher Flöte
Gunta Abele Violoncello
Giovanni Fornasini Klavier

Ort: Allgemeine Lesegesellschaft, Münsterplatz 8

Programm auf der Website www.dantebasilea.ch ansehen
Sonntag, 25. September 2016, 18.00 Uhr
Atelierkonzert 35

«Bach ist der Vater, wir sind die Buben. Wer von uns was Rechtes kann, hat’s von ihm gelernt.»
W.A. Mozart

Werke für Flöte, Cello und Klavier von J. S. Bach,
F. Mendelssohn, D. Wohnlich

Franziska Badertscher, Flöte
Gunta Abele, Violoncello
Giovanni Fornasini, Klavier

Mozart hat recht.
Verglichen mit Bach sind wir anderen Buben. Aber erstens ist es interessant und vergnüglich, ein Bube Bachs zu sein, und zweitens gelingen Buben nicht nur «Bubenstücke»; die Beziehung zu Bach kann sich für Komponistinnen und Komponisten gestalten wie jede andere Vaterbeziehung auch: Von der kindlichen blinden Verehrung des Papas durch eine trotzige und sperrige Pubertät bis hin zu einer freundschaftlichen Ambivalenz im Erwachsenenalter.
In Bachs Flötensonate erscheint die Meisterschaft durchaus liebenswürdig – Bach spielt schmunzelnd mit liedhaften Melodien, deren eine ritornellartig und rafiniert verschachtelt immer wieder aufscheint. Im zweiten Satz fordert er von der Flöstistin viel Phantasie im Ausdeuten der vielen Tonwiederholungen, bevor sie dann fast unbeherrscht aufjubeln darf, vor allem im dritten, zweiteiligen Satz. In dieser Sonate ist die ganze barocke Formenvielfalt ineinander verwoben.
Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass gerade diese h-moll-Sonate Bachs seinen Buben Mendelssohn dazu bewogen hat, die Violinstimme seines Trios für Flöte umzuschreiben; bestimmt hat sich Mendelssohn an die kantilene Delikatesse seiner «Lieder ohne Worte» erinnert. Im ersten Satz hören wir allerdings noch den aufbegehrenden, fast trotzig au rausenden Jüngling, der sich allmählich beruhigt: Der dritte Satz rollt munter und beschwingt dahin – eine wunderschöne Entwicklung.
Bachs Cellosonate ist ein Meisterwerk kontrapunktischen Komponierens: Das Klavier ist nicht einfach Begleitinstrument, sondern «konzertiert» gleichwertig mit dem Cello, was die Musizierenden zu einvernehmlicher Kommunikation einlädt. Die Tempi der einzelnen Sätze sind auf vielfache Weise aufgefasst worden – was heißt «allegro ma non tanto»? Wird es die an sich muntere Fließbewegung des Adagio aufnehmen oder sich dagegen absetzen? Soll das abschliessende Allegro zum Presto umgedeutet werden, wie dies manchmal geschieht? Es gibt dutzende von Sinngebungen – wir werden erfahren, wofür sich Cellistin und Pianist hier entschieden haben. Meine «Allerweltsmusik zu dritt» kann ich kaum gültig beschreiben, da das Werk jetzt, da ich dies hier schreibe, noch in Arbeit ist. Nur soviel: Der Titel bezieht sich auf den jung veralteten Begriff «Weltmusik», der für mich nie interessant war, da ich immer Gefallen an jeder Musik fand, die ich hörte – auch in Bali, Gabun, Pakistan. Wie aber, so die Frage meiner Versuchsanordnung, kann ich auf alle Äußerlichkeiten (einfache Instrumente, Spielweisen, Übernahme von Tonsystemen) verzichten und stattdessen soziale, funktionale, vielleicht sogar spirituelle Einflüsse in eine vordergründig ganz bildungsbürgerlich-europäisch angelegte Musik bringen? Vermutlich wird auch dieses Bubenstück nur eines zu Tage fördern: Bach hat’s schon getan. Macht nichts. Kindliche Verehrung und trotziges Aufbegehren haben wir hinter uns. Es bleibt die Freundschaft.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Fr 26. August, Sa 27. August und Sa 3. September,
jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr


Modeschau in der Manor (Rheinbrücke) in Basel mit der «talking flute» von Franziska Badertscher

Ort: Manor, Greifengasse 22, Basel
Sonntag, 1. Mai 2016, 18.00 Uhr
Atelierkonzert 34

«Mys Fänschterlädeli gyret»

Entdeckte Lieder: komponiert von Heinrich Pestalozzi
nach Gedichten von Josef Reinhart

Franziska Badertscher Stimme
Eduardo Vallejo Klavier

Entdeckung nach innen
Entdeckungsreisen führen meist in eine abenteuerliche Aussenwelt. Man entdeckt etwas zunächst Fremdes, Neues, und wandelt es sich an zum Eigenen, zum Geläufigen oder Gewohnten. Oft geschieht dies mit vermeintlich Bekanntem, das man «immer neu entdeckt», zum Beispiel in einem Nachlass, der in einer Musikalienhandlung zum Verkauf steht.
Entdeckungsreisen können aber auch ins Innere führen, in die Partikel des eigenen Erlebens und Ahnens. Vielleicht wie hier, in diesem Konzert.
Heinrich Pestalozzi, über den man biographisch so gut wie nichts weiß, ausser daß er 1878 in Wädenswil geboren und 1940 in Zürich gestorben ist und ein reiches Werk an Liedern, Chorgesängen und geistlicher Musik, vieles davon nach eigenen Texten, hinterlassen hat.
Die Gedichte des drei Jahre älteren Josef Reinhard (dessen dichterisches Gesamtwerk immerhin elf Bände umfasst) haben Pestalozzi fasziniert. Es war eine spannende Schweiz damals; der junge Bundesstaat forderte in vielerlei Hinsicht heraus, die obligatorische Schulpflicht wurde eingeführt – für Reinhard ein ebenso wichtiges Thema wie für den 40 Jahre jüngeren Albert Anker.
Pestalozzi gelingt mit den Reinhard-Liedern ein verblüffendes Kunststück: Trotz zuweilen kühner harmonischer Komplexität wirken die Lieder schlicht und klar, erinnern zuweilen eher an Silchers schlichten Volkston. Sehnsucht, Auseinandersetzung und Aufbruch zugleich – in diesen Liedern finden wir all dies auf, in den Liedern und in uns selbst.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Freitag, 15. April, 19.30 Uhr im Flügelsaal bei Musik Hug Basel
Sonntag, 22. Mai, 16.00 Uhr Bishops Palace Hereford, England

Summer music for flute and piano

Franziska Badertscher Flöte
Anne de Dadelsen Klavier

Werke von D. Wohnlich, J. Frith, W. Wehrli, R. R. Bennett, O. Taktakishvili

Der Sommer naht, und mit ihm die Zeit der etwas leichteren und luftigeren musikalischen Kost. Die ja, wie wir alle schon immer wussten, früher aber nicht ohne weiteres zuzugeben bereit waren, neben ihrem Charme durchaus auch ihre künstlerischen Ansprüche haben kann.
Solche Musik ist zu geniessen, und das Programm widerspricht launig-sommerlich der verbiesterten Ansicht, Musik des 20. und 21. Jahrhunderts könne gar nicht leichtfüssig und verständlich daherkommen, wenn es nicht Unterhaltungsmusik sei.
Jedoch hat sich selbst der Begriff der «Unterhaltungsmusik» unter der Sonne einer grösser gewordenen Welt aufgelöst - auch einer grösser gewordenen Welt der musikalischen Inspirationen und Einflüsse. Alle hier vertretenen Komponisten haben sich mit Jazz, mit aussereuropäischer Musik, mit neuen und neuesten Strömungen, aber auch mit ihrer je eigenen musikalischen Tradition auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist Musik voller Frische und Vielfalt, ein bunter Sommerstrauss eben. D.W.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Sonntag 10. April 2016, 18.00 Uhr
Atelierkonzert 33

Bunter Abend schwarz auf weiss – 16 Hände weihen einen Flügel ein

Stefan Furter, Giovanni Fornasini, Stéphane Reymond, Anne de Dadelsen, Cornelia Lenzin, Eduardo Vallejo, Maria Fernanda Castro, Thomas Nüesch, Klavier
Hans Jürg Müller, Sprecher

Von Menschen und Maschinen
Es ist leicht zu wissen, für manche schwer wahrzuhaben: Unsere abendländische Wissenschaft und unsere Kultur kommen aus dem Morgenland. Analphabetische Wilde, zum Beispiel aus Franken, haben die feinsinnigen Orientalen überfallen, ihre Kulturstätten geplündert und zerstört, die damalige orientalische Hochkultur durch ihre vordergründig religiös begründete «Leitkultur» zum Verstummen gebracht.
Vieles aus dem damaligen Orient hat sich jedoch in unsere Kultur eingeschrieben – dies in jenen Kreisen, die schon immer Austausch und menschlichen Zugewinn interessanter fanden als Eroberung, Ausbeutung und Zerstörung: In denjenigen der Kunst und der Wissenschaft. So sind sämtliche traditionellen Orchesterinstrumente orientalischer Herkunft. Streichinstrumente, Holz- und Blechblasinstrumente, Fellinstrumente, Idiophone («Selbstklinger», vorwiegend Schlaginstrumente) – alle kommen aus Ländern, in denen mit ihrer Unterstützung der dortige Prophet und der, der ihn gesandt hatte, besungen wurden.
Die einzigen Instrumente, die genuin im Abendland entstanden, sind die Tasteninstrumente, und sie alle sind Synthesizer. Denn sie synthetisieren andere Instrumente: Die Laute, das Hackbrett, das Instrumentalensemble wurden zu Cembalo, Klavier und Orgel. Es sind streng genommen Maschinen. Nicht Finger oder Atem sind nun die Auslöser klingender Welten, sondern komplizierte Mechanismen und Hebelwerke. Klaviertasten sind im Grunde nicht weiter als Schalter.
Die Erfinder sind das eine, Musikerinnen und Musiker das andere. Seit es Tasteninstrumente gibt, haben Menschen das Spezifische dieser Maschinen erforscht und untersucht. Sie haben Musik erfunden, die nicht die Musik anderer Instrumente nachäfft, sondern zum Beispiel Musik, die sich nur auf einem Pianoforte, dem heutigen Flügel, darstellen lässt. Man nennt solche Musik dann gern «pianistisch».
«Pianistische» Klaviermusik weiht den schönen postromantischen Flügel in Franziskas Atelier ein, in vielen Sprachen, Temperamenten, Auffassungen. Achten Sie zunächst einfach darauf, wie sehr die Musik, die Sie hören, das Klavier von der Maschine zum Instrument emanzipiert – eine Art Zauberei, von Spielenden vorgeführt, die zum Instrument zurückkehren möchten, jede und jeder auf ihre, auf seine Weise.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Montag, 15. Februar 2016
Nur für Fasnachtsfäns: s'Konzärtli vo de Reservierte

S'Konzärtli vo de Reservierte isch am Mäntig am sibni zoobe im Yigang vom Stadthuus, im Stadthuuscafé, Stadthuusgass 13
Sonntag 31. Januar 2016, 17.00 Uhr
Atelierkonzert 32
«Denkt oft an Euren Poupoule, liebt seine Musik, das ist alles, was ich mir wünsche.»

Werke von Enrique Granados, Jacques Ibert, Darius Milhaud, Charles Koechlin, Francis Poulenc

Franziska Badertscher, Flöte
Ingo Balzer, Oboe
Martin Frey, Klarinette
Hanspeter Lieberherr, Horn
Johannes Jöhri, Fagott
Giovanni Fornasini, Klavier


«Poupoule» – Der Komponist als Freund
Manchmal spricht man von «unsterblichen Komponisten». In der leicht dahingesagten und wohl eher selten bedachten Redewendung steckt das Geheimnis einer guten Interpretation: Unsterblich sind Komponistinnen und Komponisten, die uns, vielleicht lange nach ihrem physischen Tod, ihre Freundschaft, sogar Liebe antragen: «Liebt seine Musik».
Liebe ist eine tüchtig zu übende Kunst, wir wissen es von Psychologinnen, vom Neuen Testament, von Gefangenenseelsorgern, von Lehrerinnen. Und von Musikerinnen und Musikern, die sich nur rückverbinden können mit den Werken und ihren Schöpfern, um etwas Gültiges, Sprechendes und – großes Wort – Wahres zu formen.
«Rückverbinden» heißt auf lateinisch «religere»; es ist das Stammwort für den Begriff «Religion», ein Wort, das leider einen steifen, vielleicht sogar beängstigenden Mitklang hat, vor allem für den, der nicht weiß, was es ist. Es ist weder Frömmlerei noch Werktreue, es ist die Rückverbindung mit etwas spirituell Bedeutendem, die lebendige, kreative Pflege von Liebe und Freundschaft, die immer wieder neu erfunden, gestaltet, geschaffen werden muß.
Granados Tänze sind nicht einfach zu erforschen, sie sind nicht simpel folkloristisch. Iberts springlebendige Musik braucht Freunde, die sie verstehen und Freude daran haben. Am Cheminée des «Roi René» nahm Milhaud Verbindung auf mit dem Anjou-König des 15. Jahrhunderts; die freundliche Auseinandersetzung dauert bis heute fort durch seine Musik, in der überbordende Lebensfreude und Besinnlichkeit keine Gegensätze mehr sind, sondern einander bedingen. Koechlin stellt ähnliche Fragen in gesanglich ausgebreiteten weiträumigen Linien, die plötzlich von kapriziösem Charme überflutet werden.
Zum Schluß dann «Poupoule» selber – er macht uns die Liebe leicht. Ein als Philosoph bekannter Soziologe (T. «Teddy» A.) monierte «Überlänge», was nur eines beweist: Er konnte Poulencs Wunsch nicht nachkommen. Musik war für ihn ein soziologisches Konstrukt.
Wie wird das Ensemble in diesem Konzert all diese Freundschaften erfrischen und neu besiegeln? Als einer im Publikum bin ich gespannt darauf; es wird ein Beitrag sein zu meiner eigenen «Rückverbindung» und Gelegenheit, alte Freundschaften neu zu beleben – und an «Poupoule» zu denken und seinem Wunsch entsprechen, seine Musik zu lieben. Genau das ist wohl gemeint, wenn wir von der «Unsterblichkeit» der Kunst, ihren Schöpferinnen und Schöpfern und deren Interpretinnen und Interpreten reden.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Sonntag 29. November 2015, 17.00 Uhr
Atelierkonzert 31
Werke von J. Haydn, C. M v. Weber, F. Mendelssohn

Franziska Badertscher, Flöte
Gunta Abele, Violoncello
Giovanni Fornasini, Klavier


Besinnliches, Tänzerisches und Pastorales
Der fahrende Musiker Martin Vogt (1781–1854) hatte wohl recht mit seiner Behauptung, «daß Musick nahmentlich vom Haydn jeden Grießgrahm zu erheyteren vermag». Das ist heute zu erleben – nach der Kirche, vor dem Kirschenkuchen sozusagen. Ein herrliches früh- bis spätklassisches Bouquet erwartet uns, gleichermaßen anregend für das Herz wie für den Kopf; die entsprechende Gewichtung mag so individuell ausfallen wie die gespielte Musik.
Das Haydn-Trio stimmt herrlich auf das Konzert ein. Das sprühende Allegro überrascht mit den Haydn-typischen Kapriolen, die uns auf alle möglichen Irrwege, selbst in etwas dunkle moll-Eintrübungen führen – einfach herrlich, und so schön, wenn man sich danach beim heiter-besinnlichen Pastorale-Ton des Andante im Dreiertakt wiegen lassen kann. Das abschließende Vivace wirkt, als sei es von leichter Hand lässig hingeworfen, liebevoll und in froher Erwartung des Kirschenkuchens. Aber bei uns ist es noch nicht soweit, wir dürfen uns zuvor der Galanterie des freundlichen Carl Maria von Weber hingeben: Dem munteren Allegro, das von erfrischender Formstrenge getragen ist und – ganz anders als Haydn – jede Frechheit vermeidet, dem herrlich dahinspringenden Scherzo. Und dann begegnen wir dem Schäfer wieder, der jetzt ein bisschen älter geworden ist, etwas nachdenklicher und in sich gekehrter, als er es noch bei Haydn war. Das Finale, ein Feuerwerk, das nun auch das Klavier entfesselt, reißt uns mit auf die Achterbahn der Hochklassik.
Mendelssohn schließt nicht nur dieses Konzert ab, er tritt auch behutsam aus der zuvor erlebten Klassik aus, ahnt frühe Romantik voraus, interessiert sich nicht mehr so sehr für eine formenstrenge Architektur der Musik. Ohne Scheu vor der großen Geste mutet er uns emotionale Bäder zu, die manchmal geradezu orchestrale Größe erreichen; fast zweifelt man daran, daß all das von nur drei Instrumenten erreicht werden kann – deren Spielerinnen und Spieler allerdings entsprechend gefordert sind, zunächst im virtuosen Allegro, dann im breit und fließend angelegten Andante und schließlich im überraschend ausgedehnten Scherzo, das mit selbst für Mendelssohn erstaunlichen Gefühlsschwankungen spielt, bevor es dann im Finale sprühend auftrumpft, ohne dabei «heroisch» zu werden. An der heroischen Geste haben die drei Komponisten dieses Abends noch keinen Gefallen gefunden – diese überlie.en sie einem stürmischeren, ungeduldigeren Kollegen, der erst zum Zuge kam, als sie bereits beim Kirschenkuchen saßen.
Dies ist eines jener Konzerte, bei denen ich gern mitspielen würde – wenn ich es denn könnte. Möge mir wenigstens der Kuchen gelingen – auch dieser kann einen Griesgram erheitern. Allerdings wird es nach diesem Konzert keinen mehr geben – Martin Vogt wird recht behalten.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Mittwoch 11. November 2015, 19.30 Uhr
Lesung mit Musik aus «Geld und Geist»
von Jeremias Gotthelf

Zusammengestellt von F. Badertscher und Th. Spoerri
Theophil Spoerri liest
Hanspeter Lieberherr: Alphorn
Michael Jeup: E-Guitar
Franziska Badertscher: Stimme/Flöte

Eintritt frei (Kollekte)


Ort: Kirche Bottmingen

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Samstag 7. November 2015, 10.00 Uhr
Buchbasel, Kinderbuchfestival
«Maus will hoch hinaus»

Susanne Timbers erzählt ihre Kindergeschichte zusammen mit der «talking flute» von Franziska Badertscher.

Ort: Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3
Sonntag 1. November 2015
erster Teil 16.00 Uhr, zweiter Teil 18.00 Uhr

Atelierkonzert 30
«Da seufzte Aenneli, und Christen tubakete stark. Resli aber bekam die Augen voll Wasser»
«Geld und Geist» von Jeremias Gotthelf

Geld, Geist und Erneuerung
Zweifellos sind viele Werke Gotthelfs «Weltliteratur» in dem Sinne, daß sie zeitliche, kulturelle und soziale Grenzen überwinden. Man nennt die Inhalte solcher Werke deshalb «Universalien» – sie sind immer und überall gültig und recht eigentlich wertvolles Erbe der Menschheitsgeschichte.
Daß sie deshalb in unverrückbar «originaler» Weise immer und immer wieder kopiert werden müßten, wäre jedoch ein fataler Irrtum: Entwicklung bedeutet ja, daß überzeitlich gültige Inhalte neue Formen finden müssen, wenn sie auch verstanden werden und nicht einfach zu mystischen Ikonen werden sollen. Zur Erneuerung gehören auch die Darstellungsformen: Eine Lesung, wie sie hier stattfindet, kann mehr über die Aktualität der Inhalte erschließen, als es eine «originale» Lesung, dargestellt von Berner Schauspielerinnen und Schauspielern in traditionellen Trachten in einem Emmentaler Gutshof auf dem Ballenberg vermöchte (auch Ballenberg wird ja erst interessant, wenn man es bei einer kompetenten Führung erlebt).
Zur Erneuerung gehören immer auch Experimente, die versuchen, die alten Vorlagen unter Wahrung ihrer eigentlichen Substanz so darzustellen, daß sie dem zeitgenössisch geprägten Geist etwas bedeuten.
Genau dies wird hier mit abenteuerlich anmutenden musikalischen Mitteln unternommen. Weder «Geld und Geist» noch die vorgetragene Musik sind «Volkskunst» – bereits dieser Begriff ist widersprüchlich – und sie waren es nie, auch nicht in «ursprünglicher» Form. Manchmal wird gesagt, die alte Kunst müsse lebendig bleiben. Das kann sie nicht, wenn man sie konserviert. Sie kann es nur, wenn man sie stets neu belebt. So entsteht Weltkunst – in jedem Augenblick ihrer Neugeburt.

Theophil Spoerri liest
Hanspeter Lieberherr, Alphorn
Michael Jeup, E-Guitar
Franziska Badertscher, Stimme/Flöte

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
Sonntag, 27. September, 18.00 Uhr
Atelierkonzert 29
«Klassiktelefon» Das andere Wunschkonzert…

Bläserquintett «gli staccati»:
Franziska Badertscher, Flöte
Ingo Balzer, Oboe
Martin Frei, Klarinette
Hanspeter Lieberherr, Horn
Johannes Jöhri, Fagott

Roland Fleig SRF 2, Moderation


«gli staccati» sind nicht gerade durch das Spielen sehr populärer Musik bekannt, manchmal spielen sie recht komplexe Stücke, die die Hörerin, den Hörer sogar angenehm anstrengen können.
Diesmal ist das ganz anders. In Wunschkonzerten stehen populäre Stücke im Vordergrund, Stücke, die man kennt und immer wieder gerne hört. Man glaubt sie zu kennen – und wundert sich, wie man, gerade in Bearbeitungen, neue Aspekte entdeckt. Denn diese Stücke mögen zwar weltläufig und populär sein – anspruchslos sind sie nicht.
Die einzelnen Stücke werden telefonisch gewünscht von Hörerinnen und jede dieser imaginierten Personen mag eine eigene Geschichte in der Musik erkennen. Das ist auch der Grund, warum Musik populär wird – nicht etwa ihre Anspruchslosigkeit, sondern ihre Möglichkeit, eigene Geschichte wiederzufinden, sich vielleicht sogar mit ihr zu versöhnen. Und Menschen, die beim Klassik-Wunschkonzert ihre Wünsche anbringen, möchten genau dies: Sich erinnern und sich mit ihrer ganz persönlichen Musikgeschichte ihrer selbst vergewissern. Johann Strauss, (Vater) «Pizzicato Polka» haucht Charme und Humor in die Musik, Joseph Haydns «Divertimento» ebenfalls, wenn auch eher im edlen Rotwein- als im Champagnerbereich. Claude Debussys «Le Petit Nègre» erfährt – was bei Bläserquintetten meist umgekehrt ist – eine farbliche Spreizung vom Klavierstück zur größeren Besetzung des Quartetts. Terence Greaves, begnadeter Bearbeiter selbst der anspruchsvollsten Vorlagen, gelingt analytisch scharfsinniges Arrangieren, ob er nun die Konzert-Ikone «Beethovens Fünfte» als Bossa Nova entlarvt oder im «Turkey Rock Mambo» Mozarts türkischen Marsch in den Swing kippen lässt. Scott Joplins «Ragtime Dance» ist selbsterklärend.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Johann Strauss (Sohn) greift etwas deftiger zu als sein Vater, aber «Leichtes Blut» ist es schon, und die Bearbeitung entschlackt das Original, betont die heitere Seite und nimmt der Vorlage die heute etwas anachronistisch anmutende Heldenpose.
Anton Reicha wusste als Flötist sehr genau, wie man für Bäserquintett schreiben muß. Die von ihm verfaßte Kompositionsschule hat bis heute ihre Gültigkeit und ihren Wert – und sie nährt sich aus den praktischen Erfahrungen, die er mit einem der schönsten Musikinstrumente gewonnen hat: Dem Bläserquintett.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Samstag 12. September 2015, 10.00–17.00 Uhr
«Dante erleben Vivere Dante»
Dante’s Inferno, 34 Gesänge, 34 Interpretationen

Canto XXX um ca. 15.48 Uhr

Ort: Basler Rathaushof

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Sonntag, 7. Juni, 18.00 Uhr
Atelierkonzert 28
«Ein Picknick aus dem Flötenkoffer – von Träumen und Scherzen, Gesängen und Tänzen»

Mit Werken von: D. Dorff, E. Burton, M. Ravel, E. Schulhoff,
O. Taktakishvili, S. Zyman

Franziska Badertscher, Flöte
Anne de Dadelsen, Klavier


Nach dem Ersten, erst recht nach dem Zweiten Weltkrieg sahen viele der tonangebenden mitteleuropäischen Komponisten ihre musikalische Tradition grundsätzlich in Frage gestellt; diese schien angesichts der Kriegsgreuel gescheitert und sollte radikal neu erdacht werden.
In Mitteleuropa zunächst fast unbemerkt – und bis heute zu wenig beachtet – entwickelte sich an anderem Ort – etwa in den USA oder im damaligen «Ostblock» – Musik, die Neuerungen zwar als willkommene Öffnung wahrnahm, andererseits aber nicht auf die immensen überlieferten Schätze verzichten wollte. Sie griff dankbar auf beide Möglichkeiten zu – Musik traditionell zu ordnen, diese Ordnung aber auch überwinden zu dürfen. Geographische Distanz milderte die traumatischen Kriegserfahrungen ebenso wie zeitliche Distanz – aus räumlicher und zeitlicher Ferne weiß man von ihnen, hat sie aber nicht selber erlebt. Eine Ausnahme bildet in diesem Programm der Deutschböhme Erwin Schulhoff – warum er weitgehend unbekannt geblieben ist, kann sich niemand erklären. Es konnte Musik entstehen, die wieder träumen, scherzen und tanzen wollte und durfte. Solche Musik ist in diesem Konzert zu hören.
Bald elegisch-ruhige, bald übermütig fließende und schillernde Naturschilderungen sind in «Three Lakes» des in New York geborenen Daniel Dorff, von denen hier zwei gespielt werden, ebenso zu hören wie in Maurice Ravels über hundert Jahre älteren «Jeux d’eau» oder im springlebendigen «Allegro» des Georgiers Otar Taktakishvilis. In einigen der gespielten Werke – zum Beispiel bei Schulhoff oder bei dem in Mexiko geborenen Samuel Zymann– erleben wir hakenschlagende Fluchtbewegungen in schöner alter Fugentechnik wie auch mystische Einkehr und Besinnung.
Zum Schluß hören Sie in der Musik des Amerikaners Eldin Burton gleichsam eine Zusammenfassung all dieser kompositorischen Haltungen: Verspielte und dennoch dramatische Arienkänge, wilde Gesten, beschauliche Hirtenmusik. So wird dieses Konzert zu einem beredten Zeugnis jener Musik des 20. Jahrhunderts, die sich nicht in Selbstzweifeln vergräbt, sondern träumt, scherzt, singt und tanzt.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Montag, 23. Februar 2015, 19.00 Uhr
Konzärtli der kleinsten Clique der Welt

am Fasnachtsmontag um 19.00 Uhr in der Eingangshalle des Stadthauscafés, Stadthausgasse 13
Sonntag, 8. Februar 2015, 17.00 Uhr
Atelierkonzert 27
«Frey muss das Gemüth, und die Seele seyn»

Franziska Badertscher, Flöte
Gunta Abele, Violoncello
Giovanni Fornasini, Klavier

Hier sehen wir, wie unergiebig es ist, Musik in zeitlichen Epochen verstehen zu wollen. Wäre Gaubert mit seinen verschwenderischen spätromantischen Gesten zu spät, Haydn mit seinen romantischen Vorahnungen zu früh geboren?
Es liegt im Wesen jeder Kunst, sich den Kategorien von Messen und Einordnen eben gerade zu entziehen, was denen, die auf messen und einordnen aus sind, das Leben schwer macht.
Jede Musikstudentin lernt, wie ein Sonatensatz formal geht – nur wird sie Mühe damit haben, ein Beispiel für ein Musikstück zu finden, das so nett ist, sich der Regel zu fügen.
Dieses Konzert zeigt, wie aussichtslos es ist, Musik zu etikettieren. Es weckt die Lust darauf, sie in jenem «System» willkommen zu heißen, in dem sie sich am wohlsten fühlt: In dem der eigenen Wahrnehmung, die von eigenen Erfahrungen, Freuden, Sorgen, von eigener Zuversicht und Angst geprägt ist. In all dem findet sie sich zurecht, beginnt zu sprechen, sich mit uns zu unter- halten. Was könnte unsere Biographie besser abbilden als die abrupten und immer so sinnreich aufgefangenen Regungen in Webers g-moll-Trio? Und die zauberhafte Musik Louise Farrenc’ könnte ihren Zauber verlieren, wenn man sie platt dem «spät- romantischen Stil» zuordnen würde. Verzichtet man darauf, entdeckt man sie erst – und so wird – und soll – es sogar bei Haydn sein.


Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel

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Januar – Februar 2015
«Die Landschaft in meiner Stimme»
Vier Konzerte mit dem Carmina Vokal-Ensemble

unter der Leitung von Ly Aellen
Soloimprovisationen von Franziska Badertscher

Orte und Zeiten:
Reformierte Kirche Lenzburg: Samstag, 24. Januar 2015, 20 Uhr
Dorfkirche Riehen: Sonntag, 25. Januar 2015, 17 Uhr
Peterskirche Basel: Samstag, 31. Januar 2015, 20 Uhr
Reformierte Kirche Arlesheim: Sonntag, 1. Februar 2015, 17 Uhr

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Sonntag 21. Dezember 2014, 13.45 Uhr
CD-Besprechung auf Radio SRF 2 Kultur «Concerto»

Die ganze CD «Vous portez en vous une oeuvre authentique» wird auf Radio SRF 2 Kultur in der Sendung «Concerto» vorgestellt.

Programm Radio SRF 2
Freitag, 28. November 2014, 19.30 Uhr
CD-Vernissage bei Musik Hug, Basel
«Vous portez en vous une oeuvre authentique»
Musik für Flöte und Klavier von Schweizer Komponisten,
erschienen bei VDE-GALLO

Franziska Badertscher, Flöte
Anne de Dadelsen, Klavier

Ort: bei Musik Hug Basel im Flügelsaal

Um Anmeldung wird gebeten:
Telefon: +41 (0)61 281 03 77
Mobil: +41 (0)79 348 88 89
E-Mail: info@badertscher.fr

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Sonntag, 2. November 2014, 17.00 Uhr
Atelierkonzert 26
«Hör, Ätti, mache nicht Schneckentänze,
sondern gib die Wahrheit an
und aufrichtigen Bericht!»

Jeremias Gotthelf trug seine fortschrittlichen, gegen die Hauptströmung
einer bürgerlich-liberalen Berner Gesellschaft gerichteten Reflexionen der sozialen Wirklichkeit seiner engeren Heimat an drei Orte, so, wie es kluge Leute heute noch tun: Den theoretischen Diskurs an die Katheder der Universitäten und Schulen, die theologischen Implikationen auf die Kanzel – und das, was die einfachen Menschen, um die es ihm eigentlich ging, davon verstehen konnten, als Literatur in die Stuben, gefasst als eigentliche Volksliteratur in anschaulich nachvollziehbaren Alltagsbeispielen zu dem, was er zu sagen hatte. Die Grenzen sind unscharf – so fließen oft religiöse Motive in die Erzählungen ein. In der «Schwarzen Spinne» etwa kontrastiert die idyllische Tauffeier dramatisch mit der Unheilsdrohung
des Bösen.
Nichts liegt näher, als diese Literatur vorzulesen. Erst so, mündlich tradiert, wird sie zu dem, was sie sein wollte: Volksliteratur. Davon sprach auch Otto von Greyerz – in der mündlichen Überlieferung sah er die Quelle der Weisheit der einfachen Menschen, sie sammelte er in den sechs Bänden seines bis heute referenziellen Werks «Im Röseligarte». Auch von Greyerz war ein fortschrittlicher Geist, der die herrschende bürgerlich-liberale Gesellschaft kritisierte und in der Volksbildung und -erbauung einen Weg sah, sie zu überwinden.
All dies konzentriert sich in einem der Begleitinstrumente der Lieder: Die kleine Physharmonika wurde von den Missionaren der 1815 gegründeten Basler Mission eingesetzt. Daß auch innerhalb dieser sehr reichen Institution Konflikte zwischen fortschrittlichem und konservativ-liberalem Geist entbrannten, ist mehr als wahrscheinlich – die Basler Mission baute auf die damals bereits hervorragenden Handelsbeziehungen Basels mit asiatischen und afrikanischen Ländern auf. Ob die Missionare allerdings so obrigkeitskritisch zu den Eingeborenen sprachen, wie es Gotthelf zu seinen Kirch- und Lesergemeinden tat, darf bezweifelt werden.

Theophil Spoerri liest aus der «Schwarzen Spinne» von Jeremias Gotthelf.
David Wohnlich und Franziska Badertscher singen Lieder aus dem Röseligarte.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Sonntag, 28. September 2014, 18.00 Uhr
Atelierkonzert 25
«La Montgolfière musicale
Paris écouté du ciel»

OEuvres de Claude Arrieu, Jean Françaix, Francis Poulenc, Eric Satie, Maurice Ravel, Gabriel Fauré

Gli staccati quintette à vent
Giovanni Fornasini piano

Vom Sextett bis zum Solo im Schutz der «Groupe des Six»
Musik kennt keine uninteressanten Zeiträume. Jede Kunst entsteht durch Widerstand, durch ein Misstrauen dem vermeintlich Selbstverständlichen gegenüber. So auch die Musik dieses Konzertes.
Die «Groupe des Six», der Poulenc angehörte und die sich an Satie orientierte, wandte sich ebenso von der Spätromantik ab wie von einem Konzept eines allmählich als manieriert empfundenen Impressionismus. Man suchte nach frischen Ausdrucksformen und fand sie unter anderem in der Unterhaltungs-, Tanz- und Zirkusmusik.
Poulencs in den Ecksätzen springlebendiges Sextett zeugt davon: Trotz orchestraler Tiefe reizt es zum Tanzen – oder, im Mittelsatz – zum Träumen.
Das Quintett der Komponistin Claude Arrieu zeigt ebenfalls einen unbändigen Lebenswillen bei gleichzeitiger filigraner Struktur.
Jean Françaix fand als Rettung aus der wagnerschen Spätromantik zunächst zu einer Musik, die bei aller Raffinesse volksmusikalische
Einfachheit suggerierte. Später entdeckte er eine «Musik des Lärms»; davon ist im Quartett noch nichts zu bemerken. Zu genial konzipierter, radikaler Einfachheit fand Erik Satie. Auch seine Musik kann als Gegenentwurf zu wagnerscher Üppigkeit verstanden werden – so betrachtet war sie zu ihrer Zeit eine klare Provokation. Etwas ausufernder, jedoch ebenfalls der populären Musik abgelauscht, gestaltete Gabriel Fauré seine «Barcarolles».
Maurice Ravel zeigte sich oft als Meister jener Disziplin, die später als «Dekonstruktion» bezeichnet wurde. Ansätze dazu sind bereits in seinem «Menuet Antique» zu hören: Traditionelle Satztechniken wie etwa Sequenzierungen oder Fugierungen laufen ins Leere, veröden gleichsam, landen auf dem Schrottplatz der Musikgeschichte – ein durchaus lustiger Abgesang auf tradierte Formen.
Heute können wir die Musik dieses Konzertes als schön und unterhaltend empfinden. Interessanter wird sie aber, wenn wir sie uns als Überwindung wagnerscher oder straussscher Opulenz betrachten – dann hören wir auch die sanfte, oft listige, humorvolle Rebellion gegen eine überkommene Tradition, die auch heute noch dazu mahnt, dem vermeintlich Selbstverständlichen zu misstrauen – ganz im Sinne der «Groupe des Six».

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Mittwoch, 11. Juni 2014, 19.30 Uhr
Atelierkonzert 24
Schaurige und wunderliche Balladen von Bräuten und Freiern in Wort und Musik

David Wohnlich und Franziska Badertscher, Stimmen
Eduardo Vallejo, Klavier

«Balladen» waren zunächst Tanzlieder. In der deutschen Romantik wurde das Wort «Ballade» aber zum Sammelbegriff für erzählende Gedichte. Diese wurden wiederum in Musik gesetzt, was niemanden wundern kann, denn oft ruft die ihnen innewohnende Dramatik geradezu nach musikalischer Beihilfe. Erzählt werden oft Schicksale, denen die handelnden Personen nicht entrinnen können, weil sie an gesellschaftliche, religiöse oder selbst auferlegte Gesetze gebunden sind, die ihrem eigentlichen Trachten und Wesen zuwiderlaufen. Unweigerlich wird die Hörerin von Balladen zur Frage geführt, wie sie selber sich in der gleichen Situation und unter den gleichen Voraussetzungen verhalten würde.
Es sind letztlich unbeantwortbare Fragen, da die vielen jeweils «richtigen» Antworten unterschiedlichen Kategorien zugehören. Sie gleichen aktuellen Fragen – derjenigen des Minarettverbots, der verkehrsfreien Innenstädte, der Einwanderung. Es sind Fragen, die an die Grenzen der herkömmlichen Denkkategorien stossen – und damit Fragen, die uns dazu provozieren, nach einer anderen Ebene zu suchen. War es wirklich nötig, die Löwenbraut gegen ihren Willen zu verheiraten? Oder auch anders herum: Hätte der Löwe einen anderen Gatten gutgeheissen?
Dieses Konzert wirft solche Fragen auf, es sind die Fragen, an deren Unvereinbarkeit wir immer wieder scheitern – im Parlament, in der Familie und in den eigenen alltäglichen Entscheidungen.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Sonntag, 6. April 2014, 18.00 Uhr
Una turista a Milano
...con un bagaglio di musica svizzera...

Giovanni Fornasini, Klavier
Franziska Badertscher, Flöte

Aus der schweizer Flötenmusik im Gepäck der Musikerin und ausgesuchten italienischen Werken, entsteht die Idee eines italienisch- schweizerischen Programmes. – Und wie könnte dieses Konzertprogramm anders heissen als nach dem Werk des Paduaner Komponisten Wolfgango dalla Vecchia: «Una turista a Milano»!
Joseph Lauber, der noch Johannes Brahms persönlich kannte, bedient sich in seiner «Grande Sonate pour flûte et piano» der traditionell italienischen Satztitel. Mit Traditionen setzten sie sich alle auf ihre ganz eigene Art auseinander. Alfredo Casella fand in der motorischen Rhythmik der südlichen Volksmusik seines Landes eine Inspirationsquelle, François Zbinden im Jazz wie auch Wolfgango dalla Vecchia in seinen «Momenti musicali». Nicht ein Amerikaner ist hier in Paris unterwegs, sondern eine Turistin in Mailand!
Der Schüler Casellas in Rom, Nino Rota hingegen komponiert mit den «cinque pezzi facili» seine wunderbare italienische Variante der «children’s corner» von Claude Debussy. Jeglicher Einordnung entziehen sich die Komponisten dieses Programms und jeder von ihnen ist auf seine ganz eigene Art italienisch oder eben schweizerisch. So werden die geographischen Grenzen durch die Musik zumindest in Frage gestellt. Wo wir schliesslich unsere Wurzeln finden, wird immer die Forschungsarbeit eines jeden einzelnen von uns bleiben.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Do, 6. bis Sa, 8. März 2014, jeweils 20.30 Uhr
UND Mo, 10. März 2014 um 0.44 Uhr
Theater im Teufelhof Basel

Gässlifäger 1/14
Das Letzte vor der Fasnacht

Von und mit Franziska Badertscher, Stefan Freiermuth, Claude Jaquiéry und David Wohnlich

Aus dem bekannten und beliebten «Flintebutzerli» ist der «Gässlifäger» geworden. Nach fünf Jahren in der Landschaft sind wir nach Hause zurückgekehrt und spielen im Teufelhof. Wir sind «die Vorfasnachtsveranstaltung der leisen Töne» mit viel Musik und literarischem Cabaret. Erleben Sie (als Uraufführung) das von David Wohnlich komponierte Musical «Schwingige», das Licht ins Dunkel der unzähligen modernen Heil(s)methoden bringt, hören Sie frische, virtuos gespielte Märsche, erfahren Sie im traditionellen Chansonteil alles über das Geheimnis des Nüsslisalats, erleben Sie die erste Slam-Poetry, bei der sich die Vortragende selbst auf der Flöte begleitet – und vieles mehr. All das wird vorgetragen von Franziska Badertscher, Stefan Freiermuth, Claude Jaquiéry und David Wohnlich. Man muss den «Gässlifäger» erlebt haben, um genau zu wissen, was er ist – vielleicht sogar in letzter Minute, um 0.44 Uhr am Fasnachtsmontag.

Ort: Theater im Teufelhof Basel
Vorverkauf:
www.theater-teufelhof.ch
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Sonntag, 26. Januar 2014, 17.00 Uhr
Die Winterreise op. 89, Franz Schubert

Barbara Martig-Tüller, Gesang
Hans Walter Stucki, Klavier

Bar jeder Äusserlichkeit, auf jede stimmliche Manier verzichtend, die nur illustrieren, nicht aber erhellen könnte, breitet Barbara Martig die tief verletzte Seelenlandschaft des liebeskranken Müllersburschen aus. Sie lässt dabei in Abgründe blicken («Der Lindenbaum»), verhehlt aber auch nicht die gelegentlich sehr egozentrische, fast narzisstische Leideslust des jungen Mannes, der seinen eigenen Tränen nachweint «Gefror’ne Thränen», oder der sich, fast masochistisch, in einen entrückten Zustand phantasiert – wohl wissend, daß die Enttäuschung folgen wird («Der greise Kopf», «Die Post»). Erst ganz zuletzt («Der Leiermann») tut sich ein Ausweg aus dem zuvor stets um den eigenen Kummer kreisenden Wahn: Aus der Verzweiflung erwächst eine Möglichkeit, dieselbe kreativ zu wenden – und zwar mit einem Begleiter, dem einzigen Menschen, der in den 24 Liedern konkret angesprochen wird. All dies sind menschliche Grunderfahrungen – Enttäuschung, Resignation, Zorn («Die Wetterfahne»), Leidenswahn, aber auch das endliche Entdecken einer Perspektive. Deshalb sind die Lieder für Frauen und Männer interessant; die oft gestellte Frage, ob eine Frau denn überhaupt die «Winterreise» singen solle oder gar könne, ist so anmassend wie obsolet. Der Müllersbursche ist keine «Rolle» im theatralen Sinn, sonst müsste ja ein junger Mann singen und sich selbst auf der Laute dazu begleiten.
Barbara Martig wandelt die angesprochenen sehr persönlichen Grunderfahrungen in allgemein menschliche um, dies im rhetorisch aufgeladenen Zwiegespräch mit dem Pianisten Hans Walther Stucki – alles andere ist uninteressant. Denn was kümmert uns der nur persönliche Liebeskummer eines jungen und etwas neurotisch selbstverliebten Mannes? Erst wenn die Lieder zu einem Spiegel meiner eigenen Erfahrungen werden berühren sie mich.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Montag, 6. Januar 2014, 19.30 Uhr
Una turista a Milano
Concerto per flauto traverso e pianoforte

Giovanni Fornasini, Klavier
Franziska Badertscher, Flöte

LA BEFANA CON LA DANTE
Come ormai tradizione il Comitato festeggerà anche nel 2014 la Befana con i soci. La serata avrà inizio con un concerto per flauto traverso e pianoforte. Dopo l’esibizione avremo il piacere di brindare insieme all’Anno Nuovo con del Vin Santo e di gustare il tradizionale panettone.


Ort: Allg. Lesegesellschaft. Münsterplatz 8
Website: Società Dante Alighieri, Comitato di Basilea
Sonntag, 27. Oktober 2013, 17.00 Uhr
Sonntag, 3. November 2013, 17.00 Uhr

Atelierkonzert 20/21
«Sie tragen ein echtes Werk in sich» – Meisterwerke schweizerischer Flötenmusik zwischen 1921 und 2006
ein Konzert in zwei Teilen

Anne de Dadelsen, Klavier
Franziska Badertscher, Flöte

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts schien fast alles gesagt, was sich in konventioneller dur-moll-tonaler Sprache sagen lässt. Gern wird behauptet, Wagners «Tristanakkord» habe die Grenzen der Harmonik erreicht; darüber hinaus sei nichts mehr möglich. Das mag stimmen – allerdings nur in der eingeengten Perspektive der tonalen Tradition der früheren Jahrhunderte. Komponisten sind sehr findig, auch die Schweizer. Einige wandten sich radikal vom dur-moll-tonalen System ab. Andere suchten in bisher akademisch nicht beachteter Musik nach frischem Wind – Julien-François Zbinden im Jazz, Jean Binet in der traditionell mündlich überlieferten Musik (fälschlicherweise oft «Volksmusik» genannt) oder in einer beinahe bitonalen Anlage seiner Musik, Raffaele d’Alessandro in einem dunklen Expressionismus, der nach neuen Farben und neuen Ausdrucksmöglichkeiten sucht, Werner Wehrli in einer postromantischen, oft raffniert verspielten neuen Tonalität.
Alle Komponisten dieses Programmes «tragen ein echtes Werk in sich», wie Nadja Boulanger, eine der bemerkenswertesten Komponistinnen und wohl die bekannteste Kompositionslehrerin des 20. Jahrhunderts, zu d’Alessandro sagte; sie waren Suchende, Forschende auf Wegen zu musikalischen Möglichkeiten, die von spätromantischen Meistern wie Wagner, Bruckner oder Richard Strauss zwar geebnet, aber noch nicht begangen worden waren.
Es gibt viel zu entdecken auf diesen Wegen. Dieses Konzert ist ein Wegweiser, einer, wie man ihn von Wanderwegweisern kennt: Sieben Schilder zeigen in sieben verschiedene Richtungen.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Sonntag, 1. September 2013, 18.00 Uhr
Atelierkonzert 19
Homer bärndütsch «Der göttlech Dulder Odysseus»


Theophil Spoerri liest
Eduardo Vallejo, Klavier
Sebastián Rozo, Euphonium
Franziska Badertscher, Flöte

Die Odyssee ist ein Inbegriff der Formstrenge, Improvisation ist der Inbegriff der formalen Freiheit. Wie soll das zusammengehen? Jede Musikerin, jeder Musiker weiß, daß die Fantasie zuweilen ins Kraut schießen kann. Es bedarf formaler Vorgaben, die die Fantasie zügeln und aus reiner Spielfreude echte Musik entstehen lassen. Bereichernd tritt hier die besondere Musikalität der berndeutschen Sprache hinzu, die der Odyssee eine erstaunliche Nähe und Plastizität verleiht.

Gerade deshalb passen Hexameter und Improvisation so gut zusammen: Form generiert Inhalt, Inhalte bilden sich zu Formen heraus. Es ist dieses seit Jahrtausenden diskutierte Wechselspiel von Form und Inhalt, das sich als Bogen über dieses Atelierkonzert spannt.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Donnerstag, 6. Juni, 21.00 Uhr
Rezital und Lesung zum 100-jährigen Geburtstag von J-P. de Dadelsen

mit Franziska Badertscher Flöte und Anne de Dadelsen Klavier
Ort: Muttersholz, Frankreich
Sonntag, 2. Juni 2013, 18.00 Uhr
Atelierkonzert 18

Exercice pour le soir
Rezital und Lesung zum 100-jährigen Geburtstag von Jean-Paul de Dadelsen


Mit Martin Adamiec, David Wohnlich, Anne de Dadelsen (Klavier),
Franziska Badertscher (Flöte)


Unter den vielen Veranstaltungen welche zum hundertsten Geburtstag von Jean-Paul de Dadelsen im Dreiland statt finden haben wir die besondere Freude und Ehre, Jean-Paul de Dadelsen, dem Dichter mit elsässischen Wurzeln, dem Europäer erster Stunde im Atelier am Rhein die Schweizer Reverenz zu erweisen, zusammen mit seiner Tochter Anne. Zu Dadelsens Dichtung wird der Musik an diesem Abend jener tiefe Raum gegeben, den sie auch in seinem Leben einnahm, und wie zeit seines Lebens treten Musik und Dichtung in einen besinnlichen und letztlich unverzichtbaren Dialog.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Freitag, 24. Mai 2013
Rezital und Lesung zum 100-jährigen Geburtstag von J-P. de Dadelsen

mit Franziska Badertscher Flöte, Anne de Dadelsen Klavier
Ort: Palais du Rhin, Strasbourg
17. März 2013, 17.00 Uhr
Atelierkonzert 17
Post und Musik von W. A. Mozart
zweiter Abend

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Samstag, 9. März 2013, 20.00 Uhr
50 Jahre Gym Liestal: Chansonprogramm «Tuet's weh?»

mit Franziska Badertscher und David Wohnlich
Ort: Aula Gymnasium Liestal, Friedensstrasse 20
18. Februar 2013, 18.30 Uhr
Traditionelles Teufelhöflikonzert mit de Reservierte

Ort: Im Höfli des Hotel-Restaurant Teufelhof
Donnerstag – Samstag, 7./8./9. Februar 2013, 20.30 Uhr
Flintebutzerli 5/2013
Die Baselbieter Vorfasnacht der leisen Töne

Franziska Badertscher, Daniel Grieder, Claude Jaquiéry und David Wohnlich.

Musikalisch, parodistisch, meistens leise, immer unvergleichlich: Das Flintebutzerli.

Dieses Jahr erwarten Sie die gewohnt ungewohnten fasnächtlichen und kabarettistischen Töne mit gleich zwei Märschen in Uraufführung: «d’ Verainigung» (Pfeifer- und Trommelmarsch) und «Muggeseggeli» (Pfeifermarsch). Sie sind live dabei, wenn ein wackerer Landschäftler Grenzwächter einen Übeltäter stellt, und Sie blicken hinter die Kulissen des «Flintebutzerli», das sich unter kompetenter Hilfeleistung neu am Markt positioniert. Der Höhepunkt ist eine veritable Operette in drei Akten. Die geradezu visionäre Handlung dreht sich um eine Vereinigung, die trotz Mediationsbemühungen scheitert. Ähnlichkeiten zu Personen oder Körperschaften sind beabsichtigt und nicht zufällig. Die Operette hat David Wohnlich exklusiv fürs «Flintebutzerli 5/13» geschrieben; Sie wohnen also einer Uraufführung bei.

Lassen Sie sich entführen in eine vorfasnächtliche Welt der nicht ganz reinen Fantasie.

Ort: Kulturscheune Liestal,
www.kulturscheune.ch
Eintrittspreise CHF 33.– / bis 18 Jahre CHF 18.–
Vorverkauf: Buchantiquariat «Poete-Näscht»
Rathausstrasse 30, 4410 Liestal, Tel. 061 921 01 25
Öffnungszeiten: Di–Fr 13.30–18.30 Uhr; Sa und So 10.00–16.00 Uhr
oder via die Kulturscheune:
info@kulturscheune.ch, Tel. 061 923 19 92
Abendkasse ab 19.30 Uhr
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Sonntag, 13. Januar 2013, 17.00 Uhr
Atelierkonzert 16
«ich selbst halte es für das beste was ich noch in meinem leben geschrieben habe.»
Post und Musik von W. A. Mozart und Anton Reicha, erster Abend

Mozart schreibt seinem Vater 1784 aus Wien über das Quintett für Bläser und Klavier: «ich selbst halte es für das beste was ich noch in meinem leben geschrieben habe.» Zu unserem Glück wird er danach noch viele beste Werke schaffen: Den Figaro, die Zauberflöte, das Requiem. Aber immerhin gab er mit seinem Klavierquintett Anton Reicha die Gelegenheit, sich – wie zuvor sein Freund Beethoven mit seinem Opus 16 – an Mozart zu messen, ein fröhlicher Wettstreit, bei dem Reicha sehr gut abschnitt. Wir wissen nicht, was Reicha an seinen Vater schrieb. Aber bestimmt hätte er nicht übertrieben, wenn er geschrieben hätte, seine Quintette seien «das Beste,
was ich in meinem Leben komponiert habe» gewesen.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Freitag, 11. Januar 2013, 19.30 Uhr
Gli staccati Bläserquintett
W. A. Mozart, Anton Reicha


Flöte: Fränzi Badertscher / Oboe: Ingo Balzer / Klarinette: Martin Frey
Horn: Hanspeter Lieberherr / Fagott: Johannes Jöhri
Klavier: Christian Thurneysen

Ort: in der Aula am Lettenweg 25 in Allschwil
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Sonntag, 4. November 2012, 17 Uhr
Atelierkonzert 15
Allerliebste Mama... Carissima sorella mia...
Gnädigster Landes Fürst und Herr Herr!
Post und Musik von Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart


Hans Hollmann liest, Anne de Dadelsen spielt Klavier, Caterina Nüesch-Corvini und Franziska Badertscher spielen Flöte.

Mozart hat in seinen Briefen so geschrieben wie er geredet hat, ohne Rücksichten auf die grammatikalischen und stilistischen Regeln der Zeit. Liest Hans Hollmann diese Briefe laut, hören wir Mozart reden, argumentieren, polemisieren und albern, wir hören, wie er andere Musiker lobte und über sie lästerte, wie er Frauen charmiert hat und wie er ihnen ordinär kam; wir hören ihn schimpfen, wir erleben, wie es klang, wenn er sich klein machte und um Geld bettelte, wir hören ihn mit seiner Frau turteln und wie er über den Tod gesprochen hat; der Mensch Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus taucht vor uns auf. Mozart hat mit diesen Briefen seine intime Autobiografie geschrieben, das ist das Besondere an ihnen, und dadurch unterscheiden sich seine Briefe von denen anderer Grosser.

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Sonntag, 9. September 2012, 18 Uhr
Atelierkonzert 14
Tuet’s weh? Quand on n’a pas ce qu’on aime…


Schweizer Chansons mit David Wohnlich und Franziska Badertscher

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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29. April 2012, 18 Uhr
Atelierkonzert 13 «Bogotà – Basel»
Eine Annäherung an zwei Städte.


Improvisationen und Texte
Eduardo Vallejo Klavier, Sebastiàn Rozo Euphonium, Franziska Badertscher Flöte

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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25. März 2012, 18 Uhr
Atelierkonzert 12 «Die Bremer Stadtmusikanten»
Bläserquintett gli staccati


Sprecher: Peter Schweiger
Klavier: Christian Thurneysen


Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Fasnachtsmontag, 27. Februar 2012
Das Traditionelle Teufelhöfli-Konzert der «Reservierte»

Ort: Kulturhaus «der Teufelhof Basel» www.teufelhof.com
Beginn NEU: 18.30
Di, 14. Februar bis Sa, 18. Februar 2012,
Kulturscheune Liestal, 20.00 Uhr.

Flintebutzerli 4/12
Die Baselbieter Vorfasnachtsveranstaltung der leisen Töne

Mit Franziska Badertscher, Daniel Grieder, Claude Jaquiéry, Edy Riesen und David Wohnlich

Mitten in eine fröhliche vorfasnächtliche Idylle platzt Diego (David Wohnlich, «Flintebutzerli 3/10)» und verkündet eine Schreckensnachricht. Daraufhin überstürzen sich die Ereignisse. Wird es Nancy (Franziska Badertscher, «Flintebutzerli 3/10», 3 Nominierungen für den KSL Best Performer Award) gelingen, ihren Seitensprung zu verheimlichen? Wird Leo (Edy Riesen, «Flintebutzerli 3/10», Gewinner des «Red Pepper» 2010) alle offenen Fragen klären können? Während Thierry (Claude Jaquiéry, «Flintebutzerli 3/10», «Best Operator»-Nomitation des KSB) die politischen Hintergründe der Affäre aufdeckt, versucht ihn Teapot (Daniel Grieder, «Flintebutzerli 3/10») zum Verstummen zu bringen. Wird es ihm gelingen? Die Nerven liegen blank, als Diego und Nancy in einem wahnwitzigen Roadrush der drohenden Katastrophe zu entrinnen suchen.

Flintebutzerli 4/12 – Prädikat unbedingt sehenswert.

Ort: Kulturscheune Liestal,
www.kulturscheune.ch
Vorverkauf: Buchantiquariat «Poete-Näscht»
Rathausstrasse 30, 4410 Liestal, Tel. 061 921 01 25
Öffnungszeiten: Di–Fr 13.30–18.30 Uhr; Sa und So 10.00–16.00 Uhr
oder über die Kulturscheune, Tel. 061 923 19 92
29. Januar 2012, 17 Uhr 
Atelierlesung 3 «Die letzten Tage der Menschheit»

Hans Hollmann liest Karl Kraus

«Die letzten Tage der Menschheit», eine Tragödie in 5 Akten mit Vorspiel und Epilog, ist in den Jahren 1915–1922 (als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg entstanden. In über 200 Szenen und durch unzählige Rollen wird die Unmenschlichkeit und Absurdität des Krieges dargestellt. Mehr als ein Drittel dieses Textes sind Zitate aus Leitartikeln und Kriegsberichten, militärischen Tagesbefehlen, Gerichtsurteilen, Predigten und Theaterkritiken. Die unwahrscheinlichsten Taten, die hier gemeldet werden, schreibt Kraus im Vorwort zum Stück, sind wirklich geschehen; ich habe gemalt, was sie nur taten. Die unwahrscheinlichsten Gespräche, die hier geführt werden, sind wörtlich gesprochen worden; die grellsten Erfindungen sind Zitate…

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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27. November 2011, 17 Uhr
Atelierlesung 2 «Jonas» von Jean-Paul de Dadelsen.

Mit diesem Programm möchten wir Sie einladen, sich mit der wunderbaren Dichtung von Jean-Paul de Dadelsen bekannt zu machen.
Wer ist dieser Dichter, dessen Werk tief in der französischen Lyrik wurzelt, in jener Linie, in der Verlaine, Rimbault, Claudel, Apollinaire und Max Jacob stehen?

"Dies wird kein leichtes Konzert. Obwohl Musik und Dichtung schön sind, entführen sie uns nicht in ein nicht existierendes Elysium.
Sie speien uns auf den unbekannten Strand, wie der Wal das mit Jonas getan hat – «Und glaubt nicht, ihr könntet das alles auf einmal
verstehen.»"  D.Wohnlich

Es lesen Charles F. Walker, französischer Originaltext,
David Wohnich, deutsche Uebersetzung,
Anne de Dadelsen Klavier, Franziska Badertscher Flöte,

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Sonntag, 25. September, 18 Uhr
«Bey Sachen, die zum Druck, also für Jedermann, bestimmt sind, seyn sie weniger künstlich und geben sie mehr Zucker.»
Atelierkonzert 11

Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788)
Georg Philipp Telemann (1681–1767)
Christian Gottlob August Bergt (1771–1837)
Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Komponisten waren selten vollkommen selbstbestimmte Heroen, die ihre Visionen verwirklichen und sich verächtlich vom Geschmack des Publikums distanzieren konnten. Bei aller ausschweifenden Phantasie hatten sie sich am Musikverständnis ihres Arbeitgebers zu orientieren. Das Programm stellt vier Komponisten vor, die es verstanden haben, kreativ mit dem Gegensatz von künstlerisch unabhängiger Vision und Verplichtung auf den Publikumsgeschmack umzugehen.

Ingo Balzer Oboe, Christoph Kaufmann Cembalo,
Franziska Badertscher Flöte

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Samstag, 28. Mai 19 Uhr
Sommerserenade in Arlesheim mit dem Bläserquintett «gli staccati»

Werke von D. Wohnlich, J. Frith, A. Reicha, G. Onslow

Schon immer versuchten Komponisten mit ihrer Musik Farben, Gemütszustände oder auch Landschaften zu beschreiben. Das Bläserquintett gli staccati präsentiert Ihnen in seinem Frühlingskonzert vier besonders gelungene Beispiele musikalischer Klangmalerei.

Während der seinerzeit als französischer Beethoven bezeichnete George Onslow vor allem im langsamen Satz seines Bläserquintetts weit in die Romantik vordringt, ersetzt sein Lehrer Anton Reicha in seinem Andante die Oboe durch das dunkler gefärbte Englischhorn.
Der Brite John Frith sagt von seinen «three sketches», er habe beim Komponieren stets die Hügel im englischen Malvern District vor Augen gehabt.
Dem Basler David Wohnlich gelingt in seinem für das Bläserquintett gli staccati geschriebenen «bliibe gärn» die Kombination von Schweizer Volksliedgut und klassischer Komposition, an deren Ende man sich allerdings plötzlich in den farbenfrohen Karneval in Rio versetzt fühlt.

Freuen Sie sich also auf einen abwechslungsreichen und inspirierenden Abend!

Ort: Aula Gerenmatte 1, Arlesheim
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Sonntag, 22. Mai 18 Uhr
Dorniges aus dem Röseligarten – blutiges aus der Küche
Atelierkonzert 10

Lieder und Moritaten mit David Wohnlich und Franziska Badertscher

In diesem Konzert verlassen wir das Podium und gehen in den Röseligarten und von da durch den Bediensteteneingang in die Küche. Hier gibt es manche Köstlichkeiten zu entdecken, nicht nur in den Töpfen, auch in den Köpfen. Ein schauriges Vergnügen...

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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1.– 5. März 20.30 Uhr
Flintebutzerli 3/11 «Denken verboten»
Die Baselbieter Vorfasnachtsveranstaltung der leisen Töne

Mit Franziska Badertscher, Daniel Grieder, Claude Jaquiéry, Edy Riesen und David Wohnlich

Denken verboten.
Verbote versetzen Zustände in Erstarrung. Denken ist der liebe Feind der Erstarrung. Mitten im Spannungsfeld dazwischen bewegt sich das diesjährige «Flintebutzerli».
Wie in den letzten Jahren ist es die Vorfasnachtsveranstaltung der leisen Töne. Wieder wird musiziert, gepfiffen und getrommelt, gerappt und gespielt. Und wieder wird es einige Welturaufführungen geben – eine im Keller der Kulturscheune aufgefundene frühe Oper von Richard Wagner («Ergolzgold» aus der Trilogie «Der Ring des Hülften»), einen Rap von «RifleCleaner and the Oldmarket Kids», einen Marsch... und vieles andere. Das «Flintebutzerli» ist poetisch und vielschichtig und eigenständig; mit anderen Worten: Eigentlich müsste man es verbieten.

Ort: Kulturscheune Liestal,
www.kulturscheune.ch
Vorverkauf: Buchantiquariat «Poete-Näscht»
Rathausstrasse 30, 4410 Liestal, Tel. 061 921 01 25
Öffnungszeiten: Di–Fr 13.30–18.30 Uhr; Sa und So 10.00–16.00 Uhr
oder über die Kulturscheune, Tel. 061 923 19 92
16. Januar 2011, 17 Uhr
«Autorenlesung mit Musik»
Atelierlesung 1

Die Konzertreihe «Atelierkonzert» hat neu die Reihe «Atelierlesung» zur Seite bekommen. Die Musik wird auch in den Lesungen eine wichtige Rolle spielen, also mit dem Wort in einen ernsthaften Dialog treten.

Barbara Groher liest.
Anne de Dadelsen spielt Klavier
Franziska Badertscher spielt Flöte.
Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Freitag, 7. Januar 2011, 20:13 Uhr
«Das ist-- der Teu--fel si--cherlich»
Schwarz und Weiss in der Oper

Caterina Nüesch-Corvini und Franziska Badertscher spielen Flöten.
David Wohnlich liest.
Ort: Theater im Pfarrhauskeller, Waldenburg, Pfarrgasse 10
www.pfarrhauskeller.ch
Dienstag, 14. Dezember 2010, 19–20 Uhr
«...wie auch dem Sünder»
Über Gut und Böse in der Oper


Caterina Nüesch-Corvini und Franziska Badertscher spielen Flöten.
David Wohnlich liest.

Ort: Titus Kirche, im tiefen Boden 75, Basel
Sonntag 17. Oktober 2010, 11 Uhr
«Bliibe gärn»
Atelierkonzert 9

Werkstattkonzert mit dem Bläserquintett «gli staccati» und dem Komponisten David Wohnlich. Werke von David Wohnlich, Ferenc Farkas und Gwyn Parry-Jones
Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Sonntag 19. September 2010, 18 Uhr
«Herbstwind»
Atelierkonzert 8

Rezital für Horn mit Jakob Hefti, Werke von John Frith, Johann Carl Eschmann und Alec Wilder
In Anwesenheit des Komponisten John Frith

Unter Mitwirkung von:
Anne de Dadelsen, Klavier, und Franziska Badertscher, Flöte
Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Sonntag, 13. Juni 2010, 18.00 Uhr
«Brüder, Vater und Gevatter»
Atelierkonzert 7

Carl Philipp Emanuel, Wilhelm Friedemann, Johann Sebastian, Georg Philipp, Louis

Ingo Balzer, Oboe
Christoph Kaufmann, Cembalo
Franziska Badertscher, Flöte
Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Sonntag, 9. Mai 2010, 18.00 Uhr
«Die Schmetterlinge tanzen –
Was quakt laut der Frosch?»

Atelierkonzert 6

Franz Doppler (1821–1883)
Andante und Rondo, Op. 25
Duett über «il Barbiere di Sevilla» (G. Rossini)
Franz und Karl Doppler (1825–1900)
Rigoletto-Fantasie (G.Verdi), Op. 38
Ernesto Köhler (1849-1907)
Zweites Konzertduett über eine Melodie von Chopin, Op. 68

Caterina Nüesch-Corvini und Franziska Badertscher, Flöten
Eduardo Vallejo, Klavier
Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Sonntag, 28. März 2010, 18.00 Uhr
«Viens! - une flûte invisible soupire...»
Atelierkonzert 5

Barbara Martig-Tüller, Stimme
Natascha Majek, Klavier
Franziska Badertscher, Flöte
Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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9./10./12./13. Februar 2010
s'Flintebutzerli 2010
Die Vorfasnachtveranstaltung der leisen Töne

David Wohnlich, Franziska Badertscher, Edy Riesen, Claude Jaquiéry, Daniel Grieder

Ort: Kulturscheune Liestal, Kasernenstrasse 21 A,
www.kulturscheune.ch
Freitag, 27. November 2009, 12.30–13.15 Uhr
«War dort bei jener Schwelle nicht doch ein Flüstern?»

Ein Zwiegespräch mit Querflöte und Sopranstimme
Fränzi Badertscher, Flöte
Tabitha Schuler, Sopran
Ort: KULTURFenster Liestal, Aula PH FHNW, Kasernenstrasse 31
Weitere Informationen:
phkultur.ch
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Sonntag, 15. November 2009, 17.00 Uhr
«Eusereine chönnt das au...»
«Hundert Jahre Nüsslisalat»

Atelierkonzert 4

Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
Schweizer Chansons mit David Wohnlich und Franziska Badertscher
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Sonntag, 25. Oktober 2009, 17.00 Uhr
«Das ist der Teu..fel si..cherlich»
Schwarz und Weiss in der Oper


Musik und Texte von: W.A. Mozart, G. Rossini, G. Verdi,
C.M.v. Weber
Caterina Nüesch-Corvini und Franziska Badertscher spielen Flöten.
David Wohnlich liest Texte.
Ort: Kulturscheune Liestal, Kasernenstrasse 21 A,
www.kulturscheune.ch
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Mittwoch, 23. September 2009, 20.00 Uhr
«Ballet pour flûte et piano»
Atelierkonzert 3

Werke von: R. Gerber, J. Frith, L. Boulanger, K. Szymanowski
Franziska Badertscher, Flöte
Anne Hanson de Dadelsen, Klavier
Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Sonntag, 21. Juni 2009, 18.00 Uhr
«Das ist der Teu..fel si..cherlich»
Schwarz und Weiss in der Oper

Atelierkonzert 2

Musik und Texte von: W.A. Mozart, G. Rossini, G. Verdi,
C.M.v. Weber
Caterina Nüesch-Corvini und Franziska Badertscher spielen Flöten.
David Wohnlich liest Texte.
Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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Freitag, 27. März 2009, 20.00 Uhr
«erstes Schneeglöckchen im Tumult meines Liedes erschüttert, zerrupft»
Atelierkonzert 1

David Wohnlich (*1953), Thea Musgrave (*1928), Martin Derungs (*1943), Hikaru Hayashi (*1931), Jacques Ibert (1890–1962), Marius Flothuis (1914–2001) und Günter Bialas (1907–1995)
Tabitha Schuler, Sopran, und Fränzi Badertscher, Flöten
Ort: Atelier St. Johanns-Vorstadt 16, Basel
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